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Es gibt nur eine Sache, die du haben willst (auch wenn du es noch nicht weißt – Frage 74)

Es gibt nur eine Sache, mit der ich dir eine Freude machen kann:

Wissen.

Genauer: Wissen, das mein Leben verändert hat.

*Trommelwirbel*

Selbsterkenntnis
TheDigitalArtist / Pixabay

 

Frage: Wem kannst du heute eine Freude machen? (Frage 74)

Wie bereits angekündigt: Ich möchte DIR eine Freude machen.

Soviel weißt du schon.

Du hast weitergelesen, weil du herausfinden möchtest, WOMIT ich dir eine Freude machen möchte (und ob ich gelogen habe).

Im Grunde gibt es nur eine Sache, die wir alle haben wollen (auch wenn wir es nicht wissen!):

Wir möchten wissen, was wir wollen, denn das ist das Fundament für alle schönen Dinge im Leben.

Warum?

Wenn wir wissen, was wir wollen, können wir danach streben – und es irgendwann bekommen.

Wissen wir nicht, was wir wollen, können wir es auch nicht bekommen. Wir würden gar nicht wissen können, ob wir es sogar bereits besitzen! Wir würden hilflos in einem Labyrinth herumirren und die Auswege gar nicht erkennen können.

Ergo: Wir brauchen das Fundament zu wissen, was wir wollen.

Ich sehe die Frage in deinem Kopf:

Warum?

Das Fundament brauchen wir für, nunja, alles.

Alles.

Die Karriere bzw. den Beruf.

Die Partnerin.

Die Familie.

Für unser Glück.

Für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

Für unsere Ziele und Träume.

Und natürlich für unseren Erfolg.

Wenn du bereits glücklich und zufrieden in all diesen Bereichen bist (und all denen, die ich nun nicht aufgezählt habe!), dann beglückwünsche ich dich: Du brauchst nun auch nicht weiterzulesen.

Für alle anderen gibt es eine weitere Frage:

Wie bekommen wir dieses Fundament?

Das Fundament basiert auf Selbsterkenntnis oder anders genannt: Selbstbewusstsein.

Nicht zu verwechseln mit “Selbstvertrauen”. Selbstvertrauen ist nicht das gleiche, sondern eine logische Nachfolge von Selbstbewusstsein. Erst wenn wir wissen, wer wir sind, können wir uns selbst wirklich tief vertrauen und weiter unseren Weg gehen. Ansonsten irren wir ausweglos im Labyrinth umher.

Wir MÜSSEN (ja, groß geschrieben!) uns also selbst (besser) kennenlernen.

Oder eben umherirren, schließlich findet ja bekanntlich auch das blinde Huhn irgendwann ihr Korn.

Die Entscheidung liegt ganz bei dir.

Aber ich sage dir eins: Du wirst kein Buch (oder Blog) auf dieser Welt finden, das sich damit beschäftigt, was uns glücklich macht und das dir nicht empfiehlt dich besser kennenzulernen – oder dir zumindest dabei hilft.

Keine Chance.

Die Unterschiede liegen immer nur im Weg, nicht im Ziel.

Um es vorweg zu nehmen: Es gibt mehrere Wege!

Weg Nummer 1 (und warum du ihn nicht gehen wirst)

Schreib!

Was?

Ja, richtig gelesen: Schreib!

Eigentlich fast egal was, denn die effektivste Technik ist tatsächlich die, bei der du einfach drauflos schreibst.

Ich nenne es das “blinde Schreiben”.

Keine Zensur.

Kein Gedanke sollte verschont bleiben – alles muss aufs Papier (oder in die Word-Datei).

Rechtschreibung? Egal.

Zeichensetzung ebenso.

Solche Dinge zählen einfach nicht.

Eigentlich brauchst du deinen Text noch nicht mal lesen.

Der Text ist nur dazu da, dass du etwas “Müll” loswirst.

Wozu das gut sein soll?

Wenn du deinen “Müll” aus Gedanken, Gefühlen, Sorgen, Befürchtungen, Hoffnungen, Enttäuschungen und Alltagskram einfach mal frei lassen kannst (auf Papier), dann hast du mindestens eines erreicht:

Du bist leichter.

Du hast etwas Ballast liegen lassen. Du fühlst dich entspannter und gelassener – vermutlich auch etwas sortierter, klarer im Kopf.

Und das sind genau die Momente, die du brauchst. Wenn der Müll weg ist, findest du die Diamanten in dir. Die wertvollen Dinge an dir, die du liebst und die andere auch an dir lieben und schätzen. Das sind die Momente, in denen du den Weg aus dem Irrgarten erkennen kannst.

Bedenke aber auch: Das ist einer von vielen Wegen zu mehr Selbstbewusstsein und den Dingen, die es wert sind zu haben (in unserem Fall Auswege aus dem Labyrinth).

Weg Nummer 2 (und warum er dich abschrecken wird – zuerst)

Für Weg Nummer 2, gibt es die lange Route hier (Achtung: Englisch!), die mich sehr geprägt hat oder die super-kurze Route, die ich dir nun vorstellen möchte.

Ich weiß, dass dich beides erstmal erschlagen wird, entweder, weil es dir zu kompliziert erscheint oder du es für Blödsinn hältst. Aber es liegt ganz bei dir.

Weg 2 werde ich dir trotzdem vorstellen, hehe – ist ja ein Geschenk.

Das Perso-Sandwich.

Ja, richtig, das Perso-Sandwich (eigene Erfindung).

Dazu benötigen wir zwei Brotscheiben und den leckeren Teil, der im Innern schlummert (du kannst dir frei aussuchen, ob es Käse, Wurst oder eine Kombination aus Nutella und Röstzwiebeln sein soll – lecker btw). Die beiden Brotscheiben gehören zusammen, genau wie die beiden Zutaten in der Mitte des Sandwiches – und alles gemeinsam ergibt das Sandwich und ein Bild deiner Persönlichkeit.

Zuerst die obere Brotschreibe

Hier kannst du zwischen extrovertiert (E) und introvertiert (I) wählen. Was bist du? (Und nein, dass hat nichts damit zu tun, ob du eher auf andere Menschen zugehst, schüchtern oder ein Draufgänger bist oder Ähnliches, nein, wirklich nicht!). Es geht nur um einen Unterschied:

Fragst du zuerst andere Leute um Rat, beobachtest sie oder liest ein Buch, um an Infos zu kommen (= E) oder blickst du zuerst in dich rein, um Antworten und Ideen zu finden (=I)? Blickst du also generell zuerst eher nach außen oder nach innen?

Tipp: Extrovertierte Menschen sind durch ihre Orientierung eher in der Lage andere Menschen und ihre Handlungen einschätzen zu können, während introvertierte Menschen generell effektiver Entscheidungen auf sich allein gestellt treffen können – ohne “nach außen” zu schauen.

Hier gibt es kein Mittelding. Natürlich kann jeder Mensch beides, also auf seine eigenen Gedanken, Ideen, Erfahrungen hören UND nach “außen” schauen, was andere Personen denken, machen oder meinen. Aber eines von beiden machst du IMMER zuerst – und das ist entscheidend!

Beispiel von mir: Ich bin ein extrovertierter Mensch, weil ich immer zuerst nach außen schaue. Ich lasse mich von Filmen oder Serien inspirieren, lese Bücher oder Blogs, surfe im Web und beobachte andere Menschen, um mir meine Meinung zu bilden. Ich schaue immer zuerst nach außen, während manch Anderer sich zuerst etwas überlegt (aufgrund eigener Erfahrungen, Gedanken und Ideen) und diese erst DANN mit der Außenwelt abgleicht. Beides ist gleichwertig und wichtig, nur die Reihenfolge macht den Unterschied.

Hast du dich entschieden zu welcher Sorte (Brot) du gehörst?

Erst dann geht es weiter.

Für den leckeren Mittelteil benötigen wir zwei Zutaten:

Zutat 1

Bist du in erster Linie ein “Querdenker”, der über Konzepte (N) die Welt versteht oder nimmst du deine persönlichen Erfahrungen (S) – und dein Gedächtnis dafür – als Kompass im Alltag? Mentale Muster (N) oder konkrete Erlebnisse (S)?

Ich bin ein N-Denker, hab immer den Blick für den Kontext einer Situation oder eines Menschen. Mir fällt es schwer einzelne Ereignisse oder Dinge für sich zu betrachten – für mich ist alles miteinander verbunden und ich bin relativ schnell dabei Verbindungen in meinen Gedanken zu ziehen oder Muster zu erkennen.

Ich nehme jedoch konkrete Ereignisse nicht so wahr und vergesse sie auch schnell wieder. S-Denker haben da ihre Stärken. Sie sind die Summe ihrer gemachten Erfahrungen, die ihnen auch viel präsenter und wichtiger sind (und von denen sie viel besser und intensiver erzählen können) als abstrakte Konzepte.

Was bist du – N oder S?

Wer aufgepasst hat, hat bereits die Hälfte meiner Persönlichkeit entschlüsselt: E und N.

Zutat 2

Denkst du zuerst an den Sinn und die Bedeutung (F) von Informationen oder an deren konkreten Nutzen (T) und die praktische Anwendung? Beispiel: Interessiert dich eher die Gesamtbedeutung eines Romans und was er (für dich aussagt) oder fragst du dich eher, was der Roman dir (oder anderen) an Nutzen bringt, z.B. die Lösung eines Problems oder beispielsweise ein gutes Gefühl in deiner Freizeit?

Tipp: Menschen, die zuerst an Sinn und Bedeutung (F) denken, orientieren sich daran, was (für Sie) wichtig ist. Nutzenorientierte Menschen (T) haben dafür einen besseren Blick für Methoden und Schritte, wie Dinge aufgebaut sind oder erreicht werden können. F-Denker betrachten eine Liste mit Berufen und schauen, WAS sie grundsätzlich davon anspricht, T-Denker sehen eher, WIE nützlich einzelne Berufe (für sie und andere) sind und welche Fähigkeiten sie dafür mitbringen.

Während ich mich damit beschäftige, was mir wichtig ist und eine für mich sinnvolle Tätigkeit finden möchte, ist mein Bruder derjenige, der sich hinsetzt, schaut, was er für Stärken hat, wie er die einbringen und nutzen kann.

Also: F oder T?

Nun kommen wir zum letzten Puzzleteil unseres Perso-Sandwichs.

Die untere Brotscheibe, die alles zusammenhält:

Bist du ein Mann (oder eine Frau) der Tat und hast schnell einen brauchbaren Plan zur Hand (J) und setzt ihn um oder bist du flexibler und tendierst zum Nachdenken und Entdecken (P)? Ist dein Problem eher, dass du manchmal zu schnell handelst und entscheidest (J), oder eher zu lange zögerst (P), weil du noch Informationen sammeln möchtest?

Mein Brüderchen ist hier wiederum ein Paradebeispiel für einen J-Denker, auch “Macher” genannt. Er hat schnell eine Idee und einen Plan zur Hand und setzt ihn um. So gibt es schnell Ergebnisse (ob nun gut oder optimierungsbedürftig) und weiter geht’s! So trifft man sicher manchmal eine voreilige Entscheidung, was ich naturgemäß lieber vermeide. Ich sammle erstmal Informationen, beobachte und passe mich an Umstände an – und vergesse dann eventuell auch eine Entscheidung oder fälle sie zu spät. Allerdings bin ich mir dafür über fast alle Umstände und Möglichkeiten im Klaren, weil ich bereits so viele Infos gesammelt habe.

Wie sieht es bei dir aus? Entscheidungsfreudiger Macher und Planer oder flexibler Entdecker von Möglichkeiten?

Damit wäre das Sandwich nun auch fertig und deine Persönlichkeit entdeckt – und damit das erste Ziel erreicht. Das Thema ist jedoch nahezu unendlich weit (und spannend) und kann dir dabei helfen dich selbst und andere Menschen besser zu verstehen.

Da du aufgepasst hast: Ich bin zum Beispiel ein E NF P (EP = Brot, NF = Zutaten in der Mitte).

Was bedeutet das also?

Kurz zusammengefasst:

Ich bin der Typ, der nach außen schaut (E), um an Informationen zu kommen, sich dabei auf Konzepte und Muster konzentriert (N), um in der Fülle von Möglichkeiten (P), diejenigen zu entdecken, die mir wichtig und sinnvoll erscheinen (F).

Das Produkt davon, ist unter anderem dieser Blog hier. Ich hab ihn nicht primär geschrieben, weil ich mir davon einen konkreten Nutzen versprochen habe (F schlägt T), sondern weil ich dazu Lust hatte und es mir sinnvoll für mich erschien. Hier geht es um Möglichkeiten sich selbst zu entdecken (P), aber eher um Konzepte und Ideen (N) und nicht meine ganz konkreten Erlebnisse im Alltagsleben, die bei mir zu schnell wieder durchs Gedächtnissieb fallen, weil mein Fokus darauf eben nicht liegt. Meine extrovertierte Denkweise kann man daran sehen, dass ich ständig Verweise auf andere Menschen, Ideen oder Bücher und Blogs einbaue, die mich wiederum überhaupt erst zum Schreiben inspiriert und motiviert haben.

Da ich mein Brüderchen auch mehrfach angesprochen habe, hier auch sein Typ: ENTJ. In wichtigen Punkten ist er das genaue Gegenteil von mir, bis auf seine extrovertierte Denkweise (E) und sein Denken in Mustern (N) – er vergisst ebenfalls schnell, was er letzte Woche Freitag zu Mittag gegessen hat oder kann sich eher schlecht an Erfahrungen aus seiner Kindheit erinnern. Außerdem ist er ein Macher, der immer gleich mit seinem Plan loslegt, um Ergebnisse zu erzielen (J). Das er nutzenorientiert (T) denkt, habe ich bereits angesprochen. Die Frage, die ihn beschäftigt ist daher immer: Was bringt mir (und meinen Mitmenschen) das?

Doch warum ist dieses Wissen so nützlich?

Eine wichtige Erkenntnis dabei: Nicht jeder Mensch tickt auf die gleiche Weise wie du – und kommt daher naturgemäß auch auf ganz andere Ideen oder Handlungen.

Dennoch gilt: Alle sind gleichwertig! Wir brauchen Macher, genauso wie Grübler, Nutzen und Sinn oder Konzepte und Erfahrungen.

Warum ist dieser Weg gut, um dein Selbstbewusstsein zu schärfen?

Weil du so Leute finden kannst, die ähnlich ticken wie du! Ein unschätzbarer Wert! Und beides hilft dir dabei dich selbst besser kennen zu lernen.

P.S. Für mich persönlich war das der wichtigste Weg überhaupt.

Weg Nummer 3 (kaum zu schaffen)

Meditation.

Hab ich bisher nur in Ansätzen getestet.

Aber es gibt eigentlich keine 2 Meinungen zu diesem Thema: Meditation ist gesund für Körper und Geist, Punkt.

Aber in der heutigen sehr hektischen Welt, fällt die Stille der Meditation unfassbar schwer, ich weiß. Aber genau deshalb ist sie so wichtig!

Innere Ruhe und Klarheit zu erreichen ist daher für dich elementar, um selbstbewusster werden zu können.

Dabei ist Meditation viel einfacher, als du vermutlich gerade denkst. Es erscheint schwierig sich diese Zeit zu gönnen, aber das ist auch schon das einzige Hindernis, das dir im Wege steht.

Eigentlich musst du dich nur darauf konzentrieren dich auf nix anderes zu konzentrieren. Meditieren ist, ganz simpel heruntergebrochen, die Kunst mal den Kopf aus zu machen und NICHT ZU DENKEN.

Die bekannteste Technik ist dabei der Fokus auf den eigenen Atem, der nach Möglichkeit tief aus dem Bauch kommen sollte (und nicht kurzatmig aus der Brust).

Dazu brauchst du noch eine gerade Sitzhaltung, die bequem ist und etwas Zeit. Dann lauscht du deinem Atem und eine neue Welt wird sich für dich auftun – vorausgesetzt du gönnst dir diese Zeit regelmäßig. Es reichen ein paar Minuten pro Tag, die dann nach Bedarf natürlich auch gesteigert werden können.

Ich glaube, du kannst dir keinen größeren Gefallen tun, weshalb ich mich mit diesem Weg auch weiter beschäftigen möchte.

Weg Nummer 4 (und sehr gefährlich!)

Du liest weiter.

Hier oder woanders in einem der tausend Bücher mit diesem Titel oder einem anderen Blog.

Die Gefahr besteht nur leider darin, dass du nicht aufhörst mit dem Lesen.

Glaub mir, ich war da (Möglichkeiten erkunden und so, siehe ENFP).

Bis ich Weg 1 und 2 ausprobiert habe.

Und erst dann kam die Veränderung.

Auf Weg 1 schleichend, auf Weg 2 sofort, nachdem mein Persönlichkeitstyp klar war.

Für mich steht als nächstes Weg Nummer 3 an. Denn eines ist auch klar: Es gibt kein zu viel an Selbstbewusstsein (ganz im Gegensatz zu Selbstvertrauen – da kannst du sicher schon mal über das Ziel hinausschießen, eben weil dir die Selbsterkenntnis fehlt, wo dein wahres Können und deine Grenzen liegen).

Fakt!

Gibt es die eine Antwort auf die große Frage: Wer bin ich?

Natürlich nicht.

Deshalb kann ich dir ab hier auch nicht mehr helfen.

Du hast nun das Handwerkszeug dich besser kennen zu lernen.

Wenn du mindestens einen der Wege versuchen möchtest, würde es mich freuen. Denn wir brauchen immer dringend selbstbewusste und glückliche Menschen auf dieser Erde!

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg – auch wenn du dich für deinen persönlichen Irrweg entscheidest und keinen der 3 empfohlenen Wege gehen möchtest. Denn wie bereits oben geschrieben: Auch das blinde Huhn findet ihr Korn – und damit ihr Glück.

Ich freue mich aber auch sehr von dir zu lesen, falls du bereits dein Selbstbewusstsein gefunden haben solltest. Vielleicht möchtest du in einem Kommentar davon erzählen?

Published inIn 85 Fragen zu dir selbst

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