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Mit wem solltest du mehr Zeit verbringen? (Frage 56)

Mit wem solltest du mehr Zeit verbringen?

Das weiß ich nicht.

Mit wem solltest du mehr Zeit verbringen
Quelle

Aber ich weiß, mit wem ICH mehr Zeit verbringen sollte.

Und ich weiß auch, warum ich es nicht tue.

*Trommelwirbel*

Frage 56: Mit wem solltest du mehr Zeit verbringen?

Mit meinen Freunden.

Aktuell wird zu viel Zeit von meinen Pflichten gefressen. Schreiben, Lesen, Schreiben, Fußball-Training, Lesen, Schreiben und Fußball-Training.

Aber das ist nur der eine große Brocken, der zwischen mir und meinen Freunden liegt.

Der andere Brocken wurzelt in meiner Wenigkeit.

Ich habe leider einen akuten Aufdrängungskomplex.

Ich vermute, dass ich da mehr ins Detail gehen muss?

Tja, es ist irgendwie bitter. Ich verbringe gerne Zeit mit meinen Freunden und Freundinnen, aber ich habe ein Problem damit Kontakt aufzunehmen.

Klingt bescheuert, oder?

Aber lass mich ausreden, ähm… ausschreiben.

Ich mag es nicht mich anderen Leuten aufzudrängen. Was aus meiner verdrehten Perspektive leider unmöglich zu vermeiden ist. (Auf die eine logische Ausnahme komme ich am Ende des Textes zu sprechen.)

Denn, wenn ich mich bei jemanden melde, dann kann es ja durchaus sein, dass er gerade keine Zeit oder Lust auf mich oder das, was ich vorschlage, hat. Und wenn diese Person dann auch noch besonders nett und höflich ist, dann kann es auch sein, dass sie NICHT „nein“ sagt, sondern sogar zusagt. Was nicht wirklich viel besser als ein zerschmetterndes „nein“ ist. Denn dann kommen meine inneren Zweifel zum Vorschein, die ständig auf der Ausschau nach „verdächtigen“ Zeichen beim Gegenüber sind. Hat er/sie überhaupt Lust auf die gemeinsame Zeit?

Solange ich diese Zweifel habe, kann ich die Zeit nicht genießen, weil ich die Angst habe aufdringlich zu sein.

Die einzige Lösung, nun ja, liegt auf der Hand: Wenn mich ein Kumpel oder eine Freundin von selbst kontaktiert, kann ich mir wirklich sicher sein, dass er/sie nicht bloß nett oder höflich ist!

Sollte diese Person jedoch ebenfalls ein kleines Aufdrängungsproblem haben, was ich nur allzu gut nachvollziehen könnte, dann ist das natürlich ein großes Problem.

Meine Herausforderung besteht also darin, jedem, den ich mag, in der gemeinsamen Zeit klar zu machen, dass ich es nicht böse meine, wenn ich mich nicht melde und dass ich es eigentlich sogar mag, wenn sich jemand bei mir aufdrängt!

Denn das bietet mir die totale Sicherheit, die ich scheinbar brauche, um mich wohlzufühlen.

Ich denke eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

Oder?

Aber positiv formuliert (was ich ja immer gerne mache): Ich bin sehr rücksichtsvoll und aufdrängungskompatibel.

Published inIn 85 Fragen zu dir selbst

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