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Der König der Wörter: Vertrauen

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

seid gespannt, denn dieser Beitrag ist etwas Neues:

„Der König der Wörter“ – ist ein halber Gastbeitrag. Das Thema dieses Artikels stammt nicht von mir, sondern von einem meiner fleißigsten Leser, der (vermutlich) gerne als mysteriöser Drahtzieher des Ganzen im Hintergrund seine Fäden ziehen möchte.

Ich durfte meinen Senf zu dieser tollen Idee produzieren und es hat Spaß gemacht, auch wenn es ab und an eine Herausforderung war, denn mein innerer Schweinehund steht neuerdings auf Perfektionismus. Ich hoffe, dass zumindest ein paar der gehegten Erwartungen an diesen Artikel erfüllt werden konnten und nochmal alles Liebe zum Geburtstag, Herr Drahtzieher!

Aber genug der kleinen Vorworte.

Jetzt soll es um die ganz großen Buchstabenkombinationen gehen. Worte, wie Liebe, Hoffnung, Freiheit oder Glaube. Sie sind sehr groß, beinahe riesig und dennoch kaum eindeutig zu beschreiben. Jeder hat seine eigene Sicht auf diese schwammigen Riesen und kann lange über Sie diskutieren – ohne konkrete Ergebnisse.

Aber einer überragt sie alle – der König der Wörter:

… Vertrauen.

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Wir starten mit einem Sprichwort:

„Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser.“

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FALSCH!

FALSCH, FALSCH, FALSCH!!!

Verstanden? Ich hoffe es!

Vertrauen ist IMMER besser. Punkt.

Kontrolle ist schädlich, da es Vertrauen tötet. Es gibt viele Leute, die behaupten, sie würden sich oder einem anderen vertrauen, spionieren ihm/ihr aber trotzdem hinterher und wollen ihn/sie kontrollieren. Alle, die das behaupten, belügen sich selbst, denn wer wirklich vertraut, hat keinen Grund zu Kontrolle und Spionage. Kontrolle ist der einfache Weg (zur dunklen Seite!).

Aber Vertrauen ist schwieriger. Im Prinzip der goldene Gral des Lebens. Wer es schafft zu vertrauen, hat gewonnen. So einfach ist das. Denn Vertrauen ist nicht umsonst der König der Wörter. Es steckt in Liebe, Glaube und Hoffnung bereits drin. Es ist der Grundbestandteil von Treue. Es hat mit dem Beruf zu tun, in der Partnerschaft sowieso, aber auch mit einem Selbst.

Selbst + Vertrauen = Selbstvertrauen.

Wer das Vertrauen in sich selbst und andere haben kann, dem steht jeder Weg offen und jedes Hindernis kann aus dem Weg geräumt werden.

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Die helle und die dunkle Seite

Praktisch alle entscheidenden Momente in gut gemachten Filmen haben als Thema Vertrauen.

Und die Star Wars-Filme sind gut gemacht.

Wir sehen die helle Seite (Vertrauen) zum Beispiel in Luke Skywalker. Er kann den Todesstern nur zerstören, weil er Vertrauen in seinen Meister und die Macht hat. Er hat auch Vertrauen in seine Freunde und lernt sich selbst und seinem Urteil zu vertrauen. Am Ende ist er der einzige, der auf das Gute in seinem Vater vertrauen kann und bekehrt ihn.

Sein Vater verfällt schon früh der Kontrolle und damit der dunklen Seite. Er kann nicht vertrauen. Weder seinem Meister, noch seinen Freunden oder seiner Frau. Er braucht die Macht, um diese Kontrolle zu erreichen.

Beide Wege bergen im Grunde das gleiche Ziel: Sicherheit. Doch beide Wege haben völlig unterschiedliche Konsequenzen. Wachstum und Entwicklung auf der einen Seite (Vertrauen) und Zerstörung und Rückschritt auf der anderen Seite (Kontrolle).

Vielleicht wird jetzt dem einen oder anderen folgendes Sprichwort klarer:

Der Weg ist das Ziel.

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Die Vertrauenslösung

Doch das ist nicht alles. Denn eine Frage bleibt ja noch: Wie können wir Vertrauen gewinnen?

Die Antwort ist schwierig und einfach zu gleich. Jeder kennt es. Jeder fühlt sich mal allein und hilflos. Und welcher Gedanke steckt dahinter? Na?

Dieser Gedanke:

Keiner kann mich verstehen…

Viel zu leicht schlüpfen wir in die Rolle des Individualisten, den natürlich keiner verstehen kann, weil ja „jeder anders tickt“. Falsch.

Falsch, falsch, FALSCH!

Wir sind individuell und einzigartig, ja. Aber unsere Probleme sind es nicht.

Diese Probleme sind es, die uns zu Menschen machen und uns verbinden. Wenn wir mit offenen Augen durch die Welt gehen, erkennen wir zwangsläufig, dass es Menschen gibt, die die gleichen Probleme haben wie wir und wir können uns selbst in ihnen erkennen. Wir haben die Chance zu erkennen, dass wir nicht alleine sind.

Gut, dass es diese nervigen Probleme und Schwierigkeiten gibt, denn sie geben uns die Gelegenheit zu vertrauen. Denn selbst der größte Skeptiker und Kontrollfreak möchte seine Probleme los werden und wem kann man besser vertrauen als demjenigen, der den gleichen Ballast zu tragen hat?

Es gibt natürlich auch positive Gemeinsamkeiten, wie Hobbys oder Interessen, die einen verbinden. Doch mächtiger sind die Probleme, die uns beschäftigen. Mit diesen Problemen bekommen wir die Möglichkeit etwas Gemeinsames in einem anderen Menschen zu sehen und ihm/ihr zu vertrauen. Wir fühlen uns garantiert besser, wenn wir unsere Probleme mit anderen Menschen teilen. Auch wenn es uns ein paar Einzigartigkeitspunkte kosten mag. 🙂

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Was ist Vertrauen für mich?

Zum krönenden Abschluss, möchte ich noch etwas persönlicher werden (Tradition in diesem Blog).

Vertrauen hat für mich, in erster Linie, mit Glauben zu tun. Nicht in einem dogmatischen, kirchlichen Sinne, nein. Sondern der Glaube an ein Happy-End (womit wir wieder beim Film wären). Wenn man so will: Den Glauben an den Sinn.

Viele Dinge, die uns Probleme und Schwierigkeiten bereiten sind (ohne Sinn oder Glaube) einfach nur lästig, nervig, zeitraubend und im schlimmsten Fall zerstörerisch. Doch mir persönlich hilft es, wenn ich diese Dinge in eine andere Perspektive setze. Wenn es einen GRUND gibt, warum die Dinge geschehen.

Ganz nach dem Motto:

Manchmal muss dich das Universum in den Arsch treten, damit du den richtigen Weg finden kannst. ~ mystoriker.com 310814

Das ist für mich Vertrauen. Und für dich?

Bildquelle: pixabay.

Published inselbstbewusster werden

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