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Welcher Typ bist du?

Yin und Yang. Als sich ergänzende Gegensätze sollen sie die Welt erklären.

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Mann und Frau

hell und dunkel

weiß und schwarz

heiß und kalt

usw.

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Die Liste ließe sich unbegrenzt fortsetzen.

Die wichtige Aussage ist jedoch kurz und knackig – Unsere Welt lässt sich eigentlich immer in genau 2 Teile spalten:

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Die sich ergänzenden Gegensätze.

yin yang

Und genau das trifft auch auf die Persönlichkeit des Menschen zu.

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Basierend auf dieser Erkenntnis der Polarität (Yin und Yang) möchte ich nun meine Gedanken zur Typenlehre optimieren und verbessern. Ich konzentriere mich auf die von Carl Gustav Jung entworfenen kognitiven Funktionen:

Jungs Funktionen basieren ebenfalls auf dem Prinzip der sich ergänzenden Gegensätze.

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Fi-Te

Fe-Ti

(Entscheidungen)

+

(Wahrnehmung)

Ne-Si

Ni-Se

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Jeder Mensch hat demnach genau zwei Gegensatzpaare in sich.
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Zum einen, wie er Entscheidungen trifft (oben: F vs. T) und zum anderen, wie er die Welt wahrnimmt (unten: N vs. S). Basierend auf Jungs Funktionen ergeben sich 8 Typen, die jeweils 4 Gegensatzpaare bilden.
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Lange Rede, kurzer Sinn. Nun möchte ich euch die 8 Typen kurz vorstellen:
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(Die Typenbeschreibungen werden laufend ergänzt!)
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Fi

(introvertiertes Fühlen)

Brille: Blick auf das Besondere/Einzigartigkeit
Motivation: Streben nach individueller Bedeutung/Größe
Motto: „Lebe deinen Traum!“
Archetyp: (Tiefen-)Psychologe, Künstler, Berater
Superhelden-Fähigkeit: Empathie, sich in Andere hineinfühlen
Achillesverse: Te
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Te

(extrovertiertes Denken)

Brille: strategischer Blick
Motivation: Streben nach Organisation/Struktur/Objektivität/Kontrolle
Motto: „Chaos ist mein Feind!“
Archetyp: Jurist, Administrator, Manager
Superhelden-Fähigkeit: strategischer Anführer
Achillesverse: Fi
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Fe

(extrovertiertes Fühlen)

Brille: konventioneller Blick (Gesellschaft)
Motivation: Streben nach Ansehen/Anerkennung/Gemeinschaft
Motto: „Das macht man nicht!“
Archetyp: Pädagogik, Kundenbetreuung, Vertrieb
Superhelden-Fähigkeit: charismatischer Umgang mit Menschen
Achillesverse: Ti
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Ti

(introvertiertes Denken)

Brille: analytischer, kritischer Blick
Motivation: Streben nach Wissen/Erkenntnis
Motto: „Wissen ist Macht!“
Archetyp: Philosoph, Programmierer, Mathematiker
Superhelden-Fähigkeit: Genie, Super-Intelligenz
Achillesverse: Fe
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Ne

(extrovertierte Intuition)

Brille: Blick für Möglichkeiten
Motivation: Streben nach Innovation und Ideen-Entwicklung
Motto: „Nichts ist unmöglich.“
Archetyp: Erfinder, Marketing, Journalist
Superhelden-Fähigkeit: alternative Realitäten/Geister sehen
Achillesverse: Si
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Si

(introvertiertes Empfinden)

Brille: Blick auf eigene Erfahrungen und Details
Motivation: Streben nach Tradition und Beständigkeit
Motto: „Das war schon immer so und das hat seine Gründe!“
Archetyp: Historiker, Buchhalter, Pharmazeut
Superhelden-Fähigkeit: fotografisches Gedächtnis
Achillesverse: Ne
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Ni

(introvertierte Intuition)

Brille: visionärer Blick
Motivation: Streben nach Entwicklung
Motto: „Nicht alles ist so, wie es scheint.“
Archetyp: Pastor, Wissenschaftler, Ingenieur
Superhelden-Fähigkeit: in die Zukunft sehen
Achillesverse: Se
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Se

(extrovertiertes Empfinden)

Brille: visueller Blick
Motivation:  Streben nach Sinnesreizen (Abwechslung/Schönheit/Action)
Motto: „Neu! Neu! Neu! Jeden Tag voll genießen!“
Archetyp: Schauspieler, Unternehmer, Designer
Superhelden-Fähigkeit: verbesserte Sinne und Improvisation
Achillesverse: Ni
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Ein Beispiel:
(einfachheitshalber führe ich hier nur ein Element des Konflikts zwischen dem Gegensatz Fi-Te aus, in Wirklichkeit gibt’s natürlich unzählige Beispiele für dieses und jedes andere Gegensatzpaar)
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Gegensatzpaare lassen sich nicht einfach trennen! Wenn Fi das besondere Talent eines Menschen ist, so ist Te GARANTIERT seine größte Schwäche und gleichzeitig sein größter Wunsch, denn wir sehnen uns nach dem, was wir NICHT haben!
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In diesem Beispiel hat derjenige, der sich hervorragend in andere Menschen hineindenken kann (Fi), ein Problem andere kompromisslos (und objektiv) anzuführen oder zu leiten (Te). Umgekehrt hat der gute und kompromisslose Anführer (Te) das Problem zu erkennen, was er selbst oder andere fühlen (Fi) und kann „kalt“ und „abweisend“ erscheinen.
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Die Achillesverse eines Typs ist für diesen zugleich anziehend und abstoßend. Der Fi-Menschenkenner will eigentlich normalerweise kein „kalter, objektiver Anführer“ sein, sondern sich auf seine Stärken konzentrieren (z.B. ein guter Zuhörer sein). Doch ab und an (besonders in Stresssituationen) kommt dann der verdrängte Anteil der Psyche hervor und spielt seine Rolle. Dann halten sich die Te-Anführer beispielsweise plötzlich für geniale Menschenkenner und Zuhörer und die Fi-Menschenkenner für geniale Anführer und Strategen.
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Auch wenn solch ein Verhalten auf Dauer sicher nicht gesund ist. So ist das alles völlig normal, besonders wenn man jung ist. Es ist schließlich das Ziel des Alterns an Reife zu gewinnen und die Spannungen zwischen den Gegensätzen zu lindern.
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Dennoch lösen sich diese Konflikte nicht einfach so automatisch mit der Zeit.

Um dein persönliches Glück nicht zu riskieren, musst du schon etwas tun.

(Einen Weg zum Ziel gibt es jedoch hier!)

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Fazit:
Jeder Mensch trägt also zwei innere Konflikte (Entscheidung + Wahrnehmung) in sich und versucht sein Leben lang diese zu lösen, um glücklich zu sein.
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P.S..
Viele Menschen versuchen (oft unbewusst) einen Partner zu finden, der die eigene Achillesverse ausgleicht. Darauf basiert die Anziehung von Gegensätzen („Sie hat etwas, dass ich nicht habe!“).
Doch ohne Verständnis für die (oft unverständlichen) Eigenarten des Partners und dem Willen sich selbst weiterzuentwickeln, sind solche Beziehungen leider im besten Fall schwierig und im schlimmsten Fall zum Scheitern verurteilt.
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Published inselbstbewusster werden

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