Jeder Anfang benötigt ein Ende. Hey, sogar die Wurst hat beides (auch wenn nicht immer klar ist, was jetzt was ist!).
So ist es auch mit der Persönlichkeit.
Wer die letzten Artikel aufmerksam gelesen hat (hier und hier sind sie zu finden, ähem), kennt den „Anfang“ bereits.
Das E.
Das „E“ steht für „extrovertiert“ (= Aufmerksamkeit ist (in erster Linie!) nach außen gerichtet und nicht nach innen).
Jetzt kommt das Rätsel!
Wenn bei einem ENFP das E den Anfang bildet … was ist dann wohl …
Zu einfach, ich weiß.
Das „P“ also.
Es steht für das englische Wort „Perceiving“. In deutscher Sprache würde es als „wahrnehmen“ übersetzt werden. Der Gegenpart (vergleiche Extroversion vs. Introversion) zu P (wie Perceiving) wäre J wie Judging (deutsch: Urteilen).
Also kurz und knackig (in deutscher Sprache):
Wahrnehmen (P) vs. Urteilen (J)
Natürlicherweise lehnt sich ein ENFP gerne zurück … und wartet ab. Das Sammeln von Informationen ist fast schon ein Selbstzweck. Je mehr man sieht/weiß/hört, desto effektiver und flexibler kann man sich entscheiden. Meint der P.
Der „J“ sieht das etwas anders. Er entscheidet deutlich schneller und handelt gerne (oder hat zumindest einen Plan zur Hand, für alle Fälle).
Die „Schwächen“ sind dann auch relativ offensichtlich: Einem P fällt es mitunter etwas schwerer sich (endgültig) zu entscheiden und ein „J“ fackelt zwar nicht lange beim Loslegen, überstürzt aber mitunter die eine oder andere Aktion.
Aber das Tolle: Beide Typen haben ihre Stärken und Schwächen.
Das Tolle an den Schwächen (ja, das gibt es!):
Jeder ist wichtig. Mal ist es wichtig effektiv und schnell zu handeln/planen und mal ist es vielleicht sinnvoll erstmal noch ein paar Informationen zu sammeln. So können wir alle unsere Stärken zur Geltung bringen und anderen helfen.
Der P dem J und der J dem P.
Was bedeutet das für den ENFP?
Wir haben nun den Anfang (E, wie extrovertiert) und das Ende (P, wie wahrnehmen) geklärt.
Doch was passiert, wenn wir das E und P nun zusammenführen?
Wir haben die Hälfte des Codes geknackt! Und zwar den Wesentlichen (deswegen haben wir vermutlich auch so angefangen, ne? Ja, natürlich! Ähem.)
Also:
Ein ENFP schaut nach außen (extrovertiert) und das ziemlich lange (wahrnehmen), um die bestmögliche Entscheidung in einer Situation zu treffen.
Der Gegenpart wäre der IJ. Eine Person, die in erster Linie nach innen schaut (I) und zur zeitnahen Handlung/Planung (J) neigt.
Beide können sich ideal ergänzen und die „Schwachpunkte“ des Anderen durch ihre eigenen Stärken ausgleichen. Ziemlich cool, oder?
Das war es auch schon mit dem ersten Teil der Grundlagen.
Ein ENFP zu sein bedeutet nicht Party, Fußball, Tiere oder Bücher zu mögen oder gerne Witze zu erzählen. Das hat nichts mit Kognition (= wie wir denken) zu tun.
War dir das bewusst? Erkennst du dich als ENFP wieder?
Oder vielleicht sogar als IJ?
Schreib nen Kommentar und sag mir Bescheid! Vielleicht hast du sogar eine Frage, die ich in einem der kommenden Artikel beantworten kann?
Dat wäre doch was!
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