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Hier wird SELBSTREFLEXION groß geschrieben …

Schriftsteller werdenGeeignet für alle (angehenden) Schriftsteller, die mehr als einen Spiegel brauchen, um sich selbst zu finden.

ENFP? (Teil 1): Warum du nicht introvertiert bist

Falls du dich gerade fragst, warum du diesen Artikel überhaupt lesen solltest:

Es geht darum, was introvertiert sein tatsächlich bedeutet. Mit 99 % Wahrscheinlichkeit glaubst du (noch) was falsches.

Besonders, wenn du ein ENFP sein solltest (wie ich).

Die Wahrscheinlichkeit, dass du es bist, ist hoch, wenn du das hier lesen solltest (siehe Titel und so). Denn Google hat deinen Weg geleitet, oder?

Falls du nicht über Google (oder Social Media) kommst, bist du meine Freundin (Hi, mein Schatz! Liebe dich!) und tatsächlich introvertiert.  In diesem Fall interessierst du dich vielleicht dafür, warum du introvertiert bist und was das bedeutet?

Wäre auf jeden Fall cool. Hehe.

Aber genug des wortreichen Vorworts!

Das Wichtigste zuerst:

Es ist völlig egal, ob du gerne mit anderen Menschen zu tun hast – denn DAS schwankt!

introvertiert
melgins23 / Pixabay

Nochmal: Es ist völlig egal, ob du gerne Menschen um dich herum hast, lieber Bücher liest oder Partys unsicher machst. Das hat rein GAR NICHTS mit introvertiert oder extrovertiert zu tun.

Null.

Der hartnäckige Mythos „introvertiert“

Warum muss das mindestens zwei Mal geschrieben werden?

Viele Menschen verstehen heutzutage unter „introvertiert“, dass man gerne allein (und zu Hause) mit einem Buch oder schüchtern ist. Während extrovertierte Menschen immer „Trubel“ mit anderen Leuten brauchen.

Was Blödsinn ist, realistisch betrachtet. Dann müsste die Kategorie nämlich nicht „introvertiert oder extrovertiert“, sondern „lieber allein mit Büchern“ oder „lieber mit Menschen Party machen“ heißen.

Eine solche Unterscheidung ergibt jedoch nur Sinn, wenn es zwei gleiche Seiten gibt:

Schwarz und weiß zum Beispiel.

Grün und schwarz dagegen eher nicht.

Wo wir gerade dabei sind: Ich verrate dir nun ein kleines Geheimnis, das bereits zwischen den Zeilen zu lesen war:

Man kann Bücher UND Menschen mögen oder manchmal gerne Zeit für sich benötigen und DANN ordentlich zum Feiern mit ner Truppe in den Urlaub fahren. Oder umgekehrt und kunterbunt abwechselnd. Diese Vorlieben definieren keinen Charakter im psychologischen Sinne. Warum? Weil sie sich verändern.

Introvertiertheit oder Extrovertiertheit ändert sich dagegen nicht, wie Carl Gustav Jung es ursprünglich erkannt hat.

Nun erscheint es vermutlich seltsam, wenn ich folgendes behaupte:

Man kann allerdings nicht introvertiert UND extrovertiert sein oder mal so und mal so.

Das geht leider nicht!

Wobei: Scheiß auf „leider“ – das ist gut und richtig so!

Denn nun kann man wenigstens etwas damit anfangen!

Das heißt also: Entweder ist man introvertiert ODER extrovertiert!

Das bedeutet introvertiert wirklich!

Von unserer natürlichen psychologischen Ausrichtung her sind wir entweder introvertiert ODER extrovertiert. Die Definition hat allerdings nichts damit zu tun, ob wir Menschen oder Bücher lieber mögen oder schüchtern sind.

Der einzige wichtige Unterschied ist folgender:

Wohin unser Denken (zuerst!) gerichtet ist: Nach außen (extrovertiert) oder nach innen (introvertiert).

Eigentlich eine einfache und klare Sache. Oder?

Doch daraus ergeben sich ganz wesentliche Unterschiede in der Persönlichkeit. So sind introvertierte Menschen tendenziell sicherer beim Fällen von Entscheidungen ohne groß die „äußere“ Welt (Mitmenschen, Bücher, Fernsehen und Co.) zu beachten. Der Nachteil: Nicht immer ist introvertierten Menschen so klar, wie andere Menschen auf bestimmte Situationen reagieren. Das fällt extrovertierten Menschen tendenziell leichter, da sie es gewohnt sind permanent alles um sich herum zu „scannen.“

Eine Einschränkung gibt es allerdings: Natürlich müssen auch introvertierte Menschen ihre Umwelt im Blick haben und Extrovertierte eigene Schlussfolgerungen ziehen. Bei der Definition geht es darum, was wir ZUERST und auf natürliche Art und Weise machen – ohne das wir darüber nachdenken.

Bis hierhin bin ich immer alleine gekommen. Doch dann kam mir die Frage in den Kopf: Was heißt das nun konkret?

Was bedeutet es, wenn ein extrovertierter Mensch (wie ich) nach „außen“ gerichtet ist? Selbst wenn ich vermeintlich „introvertierte Dinge“ tue, wie lesen oder so, mache ich das auf eine extrovertierte Art und Weise. Ich bin offen für Anregungen von außen, kommen sie nun von Büchern, Menschen, einem Baum, den ich sehe oder der Musik, die ich höre. Wenn ich eine Entscheidung treffen muss, lese ich Bücher, scanne das Internet, frage meine lieben Mitmenschen oder werfe einen Würfel. Alles wird ständig im Blick behalten.

Abseits der Theorie ist es für mich jedoch nicht immer klar, wie „genau“ ein introvertierter Mensch die Welt wahrnimmt (muss ich dich mal fragen, mein Schatz, was?). Aber tendenziell sind diese Menschen in ihren Gedanken Zuhause,  ganz egal, ob sie nun ihre Erfahrungen, ihre Ideen, ihre Gefühle oder Pläne sortieren. Zuerst wird immer „nach innen“ geschaut.

Und nun zu dir, lieber Leser: Guckst du zuerst nach „außen“ oder auf deine „innere Welt“?

Und denk dran: Es hat nichts damit zu tun, wie sozial du eingestellt bist!

P.S.

Ich bin selbst sehr lange (dank des Internets und den vielen Quellen dort) davon ausgegangen, dass ich introvertiert bin und nicht extrovertiert. Doch ich habe introvertiert mit schüchtern verwechselt. Tatsächlich ist meine Aufmerksamkeit naturgemäß nach draußen gerichtet. Auf meinen Bruder, den Fußball, die Lehrer und Mitschüler in der Schule, Bücher, Artikel im Internet – oder was auch immer. Erst im zweiten Schritt gehen diese Beobachtungen dann nach innen.

Doch damit wären wir dann schon bei Teil II …

… wofür ich einen eigenen Beitrag reserviert habe.

Published inENFP

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