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„Hast Du nach innen das Mögliche getan, gestaltet sich das Äußere von selbst.“

~ Johann Wolfgang von Goethe mit dem besten Tipp zur Selbstfindung.

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Corona! Die beste Lektion über Zeitmanagement – ever

Wir haben alle eine unsichtbare Superkraft.

Theoretisch.

Diese magische Superkraft heißt „Zeit“.

Mit der Zeit als Verbündetem lassen sich unvorstellbare Dinge erschaffen: Epische Romane, riesige Wolkenkratzer, winzige Nanoroboter, innovative Heilmethoden oder die Technologie für eine Reise zum Mars.

Alles nur eine Frage der Zeit – und wie wir sie nutzen.

Wenn wir wirklich wollen, können wir Herr und Herrin der eigenen Zeit sein und genau das tun, was wir wollen. Alles.

Oder vielleicht noch wichtiger: Wir können einfach lassen, was wir nicht tun wollen. Alles eine Frage der investierten Zeit.

Google nennt diese Superkraft „Zeitmanagement.“

Kannst du deine Zeit „managen“?

Doch „Management“ ist Wirtschaft und „Business“.

Können wir mit Zeit handeln?

Nö.

Jede Sekunde, die ich gerade diese Buchstaben hier tippe, ist weg. Einmal da gewesen, genau in diesem Moment und danach: Pfutsch! Für immer.

Wie kann ich damit handeln? Wogegen sollte ich diese Sekunden tauschen?

Zeit ist mehr als ein Tauschobjekt. Zeit ist größer.

Zeit ist unser Leben.

Nix anderes.

Sekunde für Sekunde, Minute für Minute, Stunde für Stunde, Tag für Tag …

Summieren wir diese Einheiten, bekommen wir unser Leben.

Wir sind die Summe unserer investierten Sekunden.

Und jede Sekunde stirbt.

Wieder eine Sekunde weniger.

Unser Zeit-Konto wird von Tag zu Tag leerer.

Doch das dicke Ende kommt zum Schluss:

Wir haben keine Ahnung, wie hoch unser Zeit-Budget tatsächlich ist. Wir können bloß Zocken und das beste hoffen.

Und dann kommt Corona.

Was hat Corona mit Zeitmanagement zu tun?

Corona ist eine sich sehr schnell verbreitende Grippe.

Das Schlimmste an Corona ist aber tatsächlich nicht der Virus (davon gab es schon so einige, von der Pest über die spanische Grippe bis hin zu den Viren der neuesten Zeit), sondern dass Corona neu ist.

Neu heißt: fremd und unberechenbar.

Und davor haben wir Angst. Müssen Angst haben. Verkauft sich halt gut.

Die Angst: Corona kürzt unsere verfügbare Zeit.

Glauben wir zumindest.

Wir kennen schließlich nicht die Höhe unseres restlichen Zeit-Budgets – und das kombinieren wir mit einem neuen, unberechenbaren und fremden Virus.

Ein gut gemixter Cocktail für eine Massenpanik.

Corona schürt die Angst etwas zu verlieren, was wir nie besessen haben.

Zeit und die Zukunft, die wir dachten, dass wir sie noch besitzen würden.

Was können wir für unser „Zeitmanagement“ nun lernen?

Unsere Zeit ist endlich. Das haben wir immer gewusst – nur verdrängt.

Aber wir wissen: Wir werden keine 200 Jahre alt.

Wir können zwar viel erleben, aber nicht alles. Wir müssen auswählen.

Und zwar rechtzeitig, bevor das Zeitkonto leer ist.

Wer sich vor Corona fürchtet und die Massenpanik füttert, weiß zumindest eins mit Sicherheit: Die bisher zur Verfügung gestandene Zeit wurde nicht sinnvoll genutzt. Unbewusst spüren wir eine Leere, die wir bestens mit Alkohol, Zigaretten, Fernsehen, Facebook oder Zocken betäuben konnten.

Bis jetzt.

Da merken wir: wir bereuen etwas. Zu viel Zeit im Job, zu viele Sorgen und Gedanken. Zu viele Hemmungen. Ganz, ganz tief in uns drinnen wissen wir: Wir haben etwas verpasst, was uns eigentlich sehr wichtig war.

Am Ende des individuellen Zeitkontos steht nur ein Lächeln auf dem Gesicht, wenn es nichts zu bereuen gibt. Wenn die eigene Zeit so genutzt wurde, dass es einen Sinn ergeben hat. Für uns, niemanden anders.

Das ist allerdings super individuell!

Du kochst vielleicht gerne oder fährst leidenschaftlich gern mit deinem Oldtimer durch die Landschaft, während ich gerne kreativ schreibe. Grenzen gibt es keine. Was du willst, ist das, was dir fehlt, je mehr Angst du vor Corona und dem Ende deines Zeitkontos hast.

Daher mein Wunsch für dich und ein noch erfüllteres Leben:

Nimm dir ein paar Sekunden deiner kostbaren Zeit und denk darüber nach, was dir wirklich wichtig im Leben ist.

Diese Sekunden werden vielleicht sogar zu Minuten, ja.

Aber ich kann dir versichern: Diesen Zeiteinsatz wirst du definitiv nicht bereuen.

Und es gibt sogar einen Bonus gratis dazu: Diese Sekunden vermindern deine Angst vor einer sich schnell ausweitenden Grippe.

P.S. Wenn du etwas wirklich Großartiges erreichen willst, nutze 10.000 Stunden deiner Zeit, um zum Meister dieses Fachs zu werden. Mehr brauchst du gar nicht. Nur 10.000 Stunden deiner Zeit.

Die große Mystoriker-Selbstreflexion für den letzten Monat

Was habe ich im letzten Monat noch über mich gelernt (außer Corona-Zeugs durch massiven Medien-Overkill):

  • Kloppo ist mein Vorbild, auch weil er ebenso wie ich die Methoden und Fragen der Medien hasst. Aber nicht nur deswegen:
  • Kloppo ist außerdem ein Verfechter der eigenen Stärken. Lieber die eigenen Stärken stärken als sich zu sehr mit den eigenen Schwächen zu beschäftigen und maximal durchschnittlich zu werden. Mit dieser These steht er nicht alleine da. Je mehr du dich spezialisiert (auf deine Stärken), desto wertvoller bist du – auch für die Wirtschaft. Also dort, wo es um die Knete geht.
  • Was ist die größte Stärke von Kloppo? Er meint: Dass ihm einfach scheißegal ist, was andere Menschen über ihn denken. Deshalb kann er sagen und tun, was er für richtig hält. Er muss nix bereuen (und hat vermutlich nur wenig Angst vor Corona).
  • Hansi Flick hat am selben Tag Geburtstag wie ich. Aber psssssssst!

Zum Abschluss noch ein schönes Zitat zum Thema Zeitmanagement:

Der Aufschub ist der Dieb der Zeit.

Edward Young

Published inMeine verdrehte ENFP-Welt (Vorsicht: Ironie und Sarkasmus!)Was du von einem ENFP lernen kannst

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